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Triggerpunkt-Auflösung zur Schmerzbehandlung “TriAS”

Grundlagen

8 bis 15 Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischen Schmerzen - überwiegend im Bereich von Kopf und Bewegungsapparat. Das entspricht etwa 40% aller Patienten einer Hausarztpraxis. Jeder fünfte empfindet seine Schmerzen als schwer bis kaum erträglich - die Erkrankungsdauer ist teilweise länger als 20 Jahre.
Für Schmerzen des Bewegungsapparates liegen schulmedizinisch die häufigsten Ursachen in:

  • Verschleißerscheinungen an Gelenken, Überlastung oder Fehlbelastung
  • Blockierung von Gelenken
  • Gelenkentzündungen
  • Störung von muskulärem Gleichgewicht und Kraft
  • Bandscheibenvorfälle mit Kompression von Nervenwurzeln
  • Psychische Störungen

Wenig bekannt ist jedoch, dass in bis zu 80% aller akuten und chronischen Schmerzen die Ursache in Verspannungszentren innerhalb der Muskulatur liegt. Da Muskelschmerzen eine starke Tendenz zur Übertragung haben - das heißt, der Patient empfindet die Schmerzen nicht (nur) am Ort der Muskelläsion, sondern unter Umständen in großer Entfernung davon - sind zur Diagnosestellung genaue Kenntnisse der anatomischen Lage dieser so genannten Myofaszialen Triggerpunkte (TrP) erforderlich. Durch manuelles Geschick des Untersuchers können schließlich die aufgespürten aktiven TrP behandelt werden. Jeder Muskel ruft ein typisches Schmerzbild hervor: - z.B. ist ein Muskel auf dem Schulterblatt oft für Schmerzen im Ellenbogen, Hand oder Handgelenk,- ein Muskel in der Wade für Schmerzen unter dem Fuß, in der Ferse und im Knie,- ein seitlicher Halsmuskel für Kopfschmerzen mit Sehstörungen verantwortlich.
Diagnose und Therapie werden somit oft fehlgeleitet, da am Ort des Schmerzes und nicht am Ort der Ursache behandelt wird. Da der Mensch über 400 Muskeln hat, sind Triggerpunkte für viele Schmerzen ganz oder zum Teil verantwortlich.

Behandlung

Zur Inaktivierung wird das etwa reiskorngroße deutlich druckschmerzhafte Verspannungszentrum im betroffenen Muskel ertastet, eine Akupunkturnadel in die darüber liegende Haut eingestochen und langsam vorgeschoben - eine sichtbare oder spürbare (Patient) örtliche Zuckungsreaktion zeigt die exakte Lage der Nadel an. Ohne weitere Manipulationen wird die Nadel für 10 bis 20 Minuten belassen. Je nach Behandlungsregion wird der Patient - wie auch bei der klassischen Akupunktur - im Sitzen, in Bauch- oder Rückenlage behandelt.

Bewährte Indikationen zur TriAS - Triggerpunkt - Akupunktur

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Nackenverspannungentrias
  • Schwindel
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Tennisellenbogen
  • Rückenschmerzen
  • Meniskusprobleme
  • Gelenkschmerzen
  • Wadenkrämpfe
  • Fersensporn
  • Fibromyalgie
  • Syndrom der unruhigen Beine (restless legs)
  • Nervenschmerzen
  • viele Arten von Bauchschmerzen

Die TriAS - Akupunktur kann auch langjährige Krankheitsverläufe deutlich und nachhaltig bessern. Bei akuten Schmerzen werden oft durchschlagende Therapieerfolge erzielt.

Sinnvolle Kombinationsbehandlungen

"TriAS" und Infrarotbestrahlung

Die Rotlicht-Bestrahlungswellen wärmen und entspannen die Muskulatur und weiten die Kapillargefäße. Die dadurch verbesserte Durchblutung regt den Zellstoffwechsel an und unterstützt die Wirkung der TrP.

"TriAS" und klassische Meridian-Akupunktur

Die Wirkung der Triggerpunkt-Auflösung kann durch Anwendung von Elementen der klassischen Meridian-Akupunktur unterstützt und verbessert werden.

"TriAS" und Pneumatische Pulsationtherapie (PPT)

 

"TriAS" und Schröpfkopfbehandlung

 

"TriAS"-Nachbehandlung mit Druck- und Dehntechniken (für zu Hause erlernbar)

 

Druck- und Kältebehandlung der bekannten Triggerpunkte (Selbstbehandlung bei akuten Beschwerden)

 

Weitere Informationen: TriAS-Netzwerk - zur Verbreitung einer innovativen Schmerzbehandlung auf nationaler Ebene

 
 
 
 
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